Eine ruhige Eingewöhnung entscheidet häufig darüber, wie gut sich eine marine Makroalge nach dem Versand stabilisiert. Verfärbungen oder ein vorübergehend schwächerer Stand bedeuten nicht automatisch, dass die Alge verloren ist. Wichtig sind ein kontrollierter Übergang und stabile Bedingungen.
1. Sendung zeitnah öffnen
Öffne die Verpackung möglichst bald nach der Zustellung. Prüfe Temperatur, Geruch, Farbe und Gewebestruktur. Fotografiere sichtbare Transportschäden unmittelbar, bevor du die Alge weiter behandelst.
2. Nicht in Transportwasser lagern
Lege die Alge nicht unnötig lange in geöffnetem Transportwasser ab. Bereite stattdessen ein sauberes Gefäß mit Wasser aus dem Aquarium vor. Entferne loses Verpackungsmaterial vorsichtig und vermeide starkes Reiben oder Quetschen.
3. Temperatur behutsam angleichen
Bei deutlichen Temperaturunterschieden sollte die Anpassung kontrolliert erfolgen. Extreme, schnelle Wechsel belasten lebendes Gewebe. Die konkrete Vorgehensweise hängt von Art, Versandform und Zustand ab.
4. Licht zunächst reduzieren
Auch lichtliebende Arten profitieren nach dunklem Versand häufig von einem moderaten Start. Platziere die Alge zunächst nicht direkt unter der stärksten Beleuchtung. Steigere die Lichtmenge über mehrere Tage, wenn das Gewebe stabil bleibt.
5. Sanfte, gleichmäßige Strömung
Die Strömung soll die Oberfläche mit frischem Wasser versorgen, ohne die Alge permanent zu peitschen oder von ihrer Befestigung zu lösen. Tote Winkel und harte Punktströmung sind meist ungünstig.
Die ersten 72 Stunden beobachten
- Bleibt die Grundfarbe erhalten?
- Ist das Gewebe fest oder wird es glasig und weich?
- Hält die Befestigung?
- Zeigen Fische oder Wirbellose starken Fraßdruck?
- Lagern sich Detritus oder Luftblasen dauerhaft ab?
Entferne klar zerfallendes Material vorsichtig, ohne gesundes Gewebe unnötig zu beschädigen. Die produktspezifische SeaFlora-Pflegekarte enthält Hinweise zu Licht, Platzierung und besonderen Reaktionen der jeweiligen Art.

